Am 17. Juli 1245 setzte Papst Innozenz IV. in Lyon, wo er ein ökumenisches Konzil einberufen hatte, Friedrich II. in seiner gesamten kaiserlichen Würde ab. Dies war der vorläufige Höhepunkt eines langen Konflikts, der seit Jahren zwischen den aufeinanderfolgenden Päpsten und dem Kaiser, zugleich König von Sizilien und König von Jerusalem, ausgetragen wurde. Zahlreiche Arbeiten haben sich bereits mit den Protagonisten, dem Papst und dem Kaiser, befasst, zu denen auch der französische König Ludwig der Heilige gezählt werden kann, der seit 1244 seinen Aufbruch zum Kreuzzug vorbereitete.
In Anknüpfung an diese Forschungen zielt der am 17. und 18. September vom DHIP und dem von der Sorbonne Université finanzierten Programm INNOLYON (2025–2027) veranstaltete Workshop darauf ab, die Auswirkungen der Absetzung Friedrichs II. im Reich sowie die Bemühungen des Papstes, einen neuen König der Römer durchzusetzen, aufzuzeigen – zunächst Heinrich Raspe († 1247), anschließend Wilhelm von Holland († 1256). Dabei sollen die Rolle Friedrichs II. und seines Sohnes Konrad IV., die Haltung der Fürsten, Prälaten und Städte, das Wirken der päpstlichen Legaten sowie der Beginn des Interregnums untersucht werden.
Beitragende: Paul Bertrand (UC Louvain), Cécile Caby (Sorbonne Univ.), Rolf Große (Paris), Xavier Hélary (Sorbonne Univ.), Manuel Kamenzin (Univ. Bochum/Würzburg), Martin Kaufhold (Univ. Augsburg), Gisela Naegle (Univ. Gießen), Pierre Monet (EHESS), Agostino Paravicini Bagliani (Univ. Lausanne), Jörg Peltzer (Univ. Heidelberg), Georg Strack (Univ. Marburg)
Organisation: Xavier Hélary (Sorbonne Univ.) und Kirsten Wallenwein (DHI)
Veranstaltung auf Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung.
Für die Teilnahme vor Ort ist keine Anmeldung erforderlich.
Für die Onlineteilnahme melden Sie sich bitte hier an: Zoom.
Bildnachweis: Chronica maiora des Matthaeus Parisiensis in Cambridge, Corpus Christi College, MS 16II, fol. 187v © Stanford University.
