Internationales Kolloquium organisiert vom DHIP in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität Frankfurt a. M. (L. Regazzoni) und mit Unterstützung der Gerda-Henkel-Stiftung.
Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie historisch arbeitende Gelehrte und Wissenschaftler/innen – von der Frühen Neuzeit bis in unsere Gegenwart – mit stummen, »schriftlosen Vergangenheiten« umgingen bzw. umgehen und welche Geschichten sie darüber erzählten oder noch heute verfassen.
Unter dem Ausdruck »schriftlose Vergangenheiten« werden hier sowohl Ereigniskomplexe als auch Kulturen oder Akteure subsumiert, die kein schriftliches Zeugnis hinterlassen haben bzw. über die keine schriftlichen Dokumente tradiert worden sind. Dies kann gleichsam für die allgemeine Menschheitsgeschichte vor der Verwendung der Schrift wie auch für besondere Menschengruppen gelten, die über ihre gegenwärtige und vergangene Kultur absichtlich oder unabsichtlich nichts Schriftsprachliches hinterlassen haben.
